Position succèSuisse

Grundlage unseres Wohlstands
Die europäischen Länder sind mit Abstand die wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Jeder dritte Arbeitsplatz ist vom Handel mit der EU abhängig, die Schweiz erwirtschaftet jeden zweiten Franken im Ausland. Deshalb sind unsere Unternehmen auf stabile Beziehungen und einen möglichst freien Marktzugang angewiesen. Der Wert der exportierten Ware beläuft sich täglich auf 325 Millionen. Dieses enorme Wirtschaftsvolumen, das wir auch den Bilateralen zu verdanken haben, schafft Arbeitsplätze und Wohlstand.

Fachkräftemangel
Die Personenfreizügigkeit ermöglicht es den Unternehmen, bei Bedarf unbürokratisch ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu rekrutieren. Durch unser Wirtschaftswachstum, aber auch wegen der Alterung unserer Gesellschaft sind wir auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Der Zugang zu guten ausländischen Mitarbeitenden ist einer der wichtigsten Standortvorteile der Schweiz für Unternehmen. Diesen für unsere Unternehmen überlebenswichtigen Vorteil auf Spiel zu setzen, gefährdet unnötig Arbeitsplätze.

Bürokratiemonster
Wir kennen die Kontingente für Arbeitnehmende aus Drittstaaten und der damit verbundene bürokratische Aufwand bestens. Diesen oft absurden Aufwand nun auch auf den europäischen Raum auszuweiten ist unnötig und ineffizient. In der Vorstellung der Initianten sollen In Zukunft wieder Beamte darüber entscheiden, wer einwandern darf. Dafür müsste der Staat allerdings wissen, wer wo gebraucht wird. Eine staatliche Stelle entscheidet, wer die Schweizer Wirtschaft weiterbringt und wer nicht. Das führt zu einer schwerfälligen und gigantischen Bürokratie mit hohen, von Steuerzahlern und Unternehmen zu zahlenden Kosten. Ausserdem können die Höchstzahlen zu einem Gerangel der Branchen um die nötigen Arbeitskräfte und zu einem Mangel in gewissen Bereichen führen.

Schlechte Chancen für Neuverhandlungen
Die Initiative will die Personenfreizügigkeit aushebeln und setzt damit die bilateralen Verträge aufs Spiel. Die Personenfreizügigkeit ist ein zentraler Bestandteil der europäischen Idee, die auch in anderen Staaten unter Druck ist. Der Schweiz hier Sonderrechte zu gewähren, ist für die EU kaum denkbar. Weil die bilateralen Verträge des ersten Pakets miteinander verknüpft sind, könnte die Schweiz alle Verträge verlieren. Wir würden in einer aussenpolitischen Sackgasse stehen.

Abschottung verhindern
Die Bilateralen Verträge öffnen der Schweiz die Türen für einen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch mit allen Nachbarn auch ohne EU-Beitritt. Es hat sich gezeigt, dass der Bilaterale Weg richtig ist für unser Land. Dies haben die Stimmbürger auch mehrfach unterstrichen. Die SVP predigt den Alleingang und riskiert damit eine aussenpolitische Abschottung der Schweiz.

succèSuisse sagt NEIN zu dieser Initiative weil:

  • sie unsere Wirtschaft behindert
  • sie damit den bilateralen Weg stark gefährdet
  • sie droht, die Schweiz in Europa zu isolieren
  • sie das Ende der Personenfreizügigkeit bedeuten könnte
  • sie den Unternehmen die Rechts- und Planungssicherheit raubt
  • sie mit dem Kontingentszwang ein Bürokratiemonster schafft

Aktuell

12.02.2017

Das heutige Nein zur Unternehmenssteuerreform III

Die Wirtschaft braucht jetzt Rechtssicherheit

Die Stimmbevölkerung hat entschieden, die Steuerreform abzulehnen. Im Vorfeld der Pro-Kampagne wurde aufgezeigt, dass diese Steuerreform einen geordneten Übergang in ein neues international akzeptiertes Steuersystem ermöglicht, Steuereinnahmen gesichert und die Handlungsoptionen der Kantone und Gemeinden verbessert hätte. Doch die Ungewissheit, was diese Reform genau für den Mittelstand bedeutet hätte, bewegte eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer, ein Nein in die Urne zu legen. Jetzt sind die Kantone und die Politik gefordert, die Rechtsunsicherheit für den Wirtschaftsstandort Schweiz, die mit diesem Nein entstanden ist, so rasch wie möglich zu beseitigen. Mehr