Position succèSuisse

Die Mindestlohn-Initiative gefährdet das Erfolgsmodell Schweiz

Ein staatlicher Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze, gefährdet das duale Bildungssystem und stellt die Sozialpartnerschaft grundsätzlich infrage. Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft würde nachhaltig geschwächt. Verlierer wären wir alle.

succèSuisse sagt NEIN zur Mindestlohn-Initiative, weil

  • Mindestlöhne zu mehr Arbeitslosigkeit führen
    Stellen, die den gesetzlich erzwungenen Mindestlohn nicht erwirtschaften können, tragen Verluste ein und können auf Dauer nicht aufrechterhalten werden. Personen, die heute wenig verdienen, verlieren morgen ihren Arbeitsplatz. Ausgerechnet die sozial Schwachen werden von der Mindestlohninitiative am härtesten getroffen.
  • man die vielfältige Schweiz nicht über einen Leisten schlagen kann
    Ein einheitlicher Mindestlohn für die ganze Schweiz berücksichtigt nicht die unterschiedliche Wirtschaftskraft der Branchen und die regional unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten. In ländlichen Gebieten liegen die Löhne tiefer als in den wirtschaftlich starken Städten. Im Gastgewerbe oder im Detailhandel liegen die Löhne tiefer als etwa bei den Banken, den High-Tech-Firmen oder der Pharmaindustrie.
  • ein Mindestlohn die Berufslehre in Gefahr bringt
    Lehrlinge und Praktikanten wären nach dem Willen der Initianten vom Mindestlohn ausgenommen. Ihre gleichaltrigen Kollegen, die ohne Lehre in die Berufswelt einsteigen, würden erheblich mehr verdienen als sie. Ein Mindestlohn schreckte junge Menschen ab, eine Lehre zu wählen. Unser duales Bildungssystem (Studium oder Berufslehre), um das uns die Welt beneidet, würde zerstört.
  • Löhne von den Sozialpartnern, nicht vom Staat festgesetzt werden sollen
    Löhne werden in der Schweiz zwischen Arbeitgebern und Arbeitsnehmern ausgehandelt. Im liberalen Arbeitsmarkt haben beide gleich lange Spiesse. Bezahlt ein Arbeitgeber zu wenig, wird sich der Angestellte nach einem besseren Angebot umschauen. Findet ein Arbeitgeber keine qualifizierten Arbeitskräfte, dann ist er gezwungen, sein Geschäft so anzupassen, dass er höhere Löhne erwirtschaften kann.
  • der geforderte Mindestlohn unserer Wettbewerbsfähigkeit massiv schadet
    22 Franken pro Stunde wären weltweit Spitze. Der hohe Mindestlohn schadet der Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet Arbeitsplätze, weil Schweizer Produkte und Dienstleistungen teurer werden. Viele betroffenen Betriebe – Restaurants und Bars, Reinigungsfirmen, kleine Läden usw. – würden mit dem geforderten Mindestlohn in ihrer Existenz gefährdet.
  • die Initianten nicht das Wohl der Schweiz im Auge haben, sondern das ihrer Klientel
    Treibende Kraft hinter der Mindestlohninitiative ist der Gewerkschaftsbund. Er fordert rücksichtlos hohe Mindestlöhne, ohne sich um die schädliche Wirkung für die Schweiz zu kümmern. Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger stösst er über die Klippe, da sie nicht bei ihm Mitglied sind. Es sollte zu denken geben, dass es Arbeitnehmerverbände gibt, die einen Mindestlohn ablehnen.

Aktuell

12.02.2017

Das heutige Nein zur Unternehmenssteuerreform III

Die Wirtschaft braucht jetzt Rechtssicherheit

Die Stimmbevölkerung hat entschieden, die Steuerreform abzulehnen. Im Vorfeld der Pro-Kampagne wurde aufgezeigt, dass diese Steuerreform einen geordneten Übergang in ein neues international akzeptiertes Steuersystem ermöglicht, Steuereinnahmen gesichert und die Handlungsoptionen der Kantone und Gemeinden verbessert hätte. Doch die Ungewissheit, was diese Reform genau für den Mittelstand bedeutet hätte, bewegte eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer, ein Nein in die Urne zu legen. Jetzt sind die Kantone und die Politik gefordert, die Rechtsunsicherheit für den Wirtschaftsstandort Schweiz, die mit diesem Nein entstanden ist, so rasch wie möglich zu beseitigen. Mehr